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Ein zart taumelndes Drama inmitten einer unausgesprochenen
Tragödie aus Liebe, Desertion und Einsamkeit.
FAZ Mitten im Krieg spielen zwei Kinder Krieg. Ein von einer Bombe getroffenes Grundstück dient ihnen als Versteck. Von hier aus beobachten sie den scheinbar harmlosen Nachbarn und erkennen in ihm einen Mörder. Ein auch bei Tag verdunkeltes Haus wird für sie zum geheimnisvollen Treffpunkt finsterer Gestalten. Als einer der Jungen seine Mutter als deutsche Spionin verdächtigt, wird aus dem unschuldigen Detektivspiel gefährlicher Ernst. Nie hat Frayn verführerischer und mit größerer
Meisterschaft geschrieben. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand
legen. Das Spionagespiel ist Entwicklungsroman und psychologischer Roman,
dazu spannend wie ein Krimi, weil er bis zum Schluß die Erwartung
offen hält, es könnte doch anders kommen als gedacht. Und
in jedem einzelnen dieser Genres ist es ein geglücktes Buch. |
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