Juan Ramon Jimenez:
Platero und ich
Übersetzung: Fritz Vogelgsang
Gekürzte Lesung

Musik von Mario Castelnuovo- Tedesco
Sprecher: Christian Brückner
Gitarre: Johan Fostier

1 CD, Gesamtlänge 74:30 Min.
€ 18,90 [D] / € 19,60 [A] /
SFr 34,90
ISBN 3-935125-36-4

 


Hörbeispiel


„Platero und ich“ gilt als eine der berühmtesten Prosadichtungen der spanischen Literatur des 20.Jahrhunderts.


Eine „andalusische Elegie“ nannte Juan Ramon Jimenez seine Prosadichtung „Platero und ich“. Der Ich-Erzähler und sein kleiner Esel durchstreifen vom Frühjahr bis zum Winter Moguer und die Umgebung des andalusischen Ortes, wo es so einsam ist, „daß es scheint, als wäre immer jemand da.“ „Wir verstehen uns gut. Ich lasse ihn gehen, wie es ihm einfällt, und er trägt mich immer, wohin ich will....Er ist mir so ähnlich, so verschieden von den anderen, dass ich dazu gekommen bin zu glauben, er hat dieselben Träume wie ich.“
„November“ ist ein Jugendwerk Flauberts. Die Liebe des Ich-Erzählers zur unerreichbaren Frau ergießt sich in einer Sprache, die alles, Naturerlebnisse und überschwengliche Liebe, in einem breiten Strom vereint.

 

Wie auch in seinen Gedichten hat in „Platero und ich“ die programmatische „nackte Poesie“ der Sprache von Jimenez bis heute nichts an Schönheit verloren. Einen wirklichen Hörgewinn bieten aber auch die Gitarrenvertonungen einzelner Prosagedichte durch den italienisch-amerikanischen Komponisten Mario Castelnuovo-Tedesco aus dem Jahre 1960. Die doppelte Transposition in gesprochenes Wort und Musik macht Jimenez’ Prosa zu einem geradezu synästhetischen Erlebnis.
FAZ