Goethes „Werther“ war das Vorbild für
die Novelle des jungen Flaubert.
„Bald wurde ich von dem Verlangen zu lieben erfasst; ich wünschte
die Liebe mit unendlicher Begier herbei, ich träumte von ihren
Qualen, ich machte mich jeden Augenblick auf das verzehrende Gefühl
gefasst, das mich mit Wonne überschüttet hätte. Manches
Mal glaubte ich soweit zu sein; ich wählte in Gedanken die erste
beste Frau, die mir schön erschienen war, und sagte mir: Die da
liebe ich.“
„November“ ist ein Jugendwerk Flauberts. Die Liebe des Ich-Erzählers
zur unerreichbaren Frau ergießt sich in einer Sprache, die alles,
Naturerlebnisse und überschwengliche Liebe, in einem breiten Strom
vereint.
Gustave Flaubert zählt neben Balzac, Stendhal und Zola zu den bedeutendsten
französischen Dichtern des 19. Jahrhunderts.