Eine irrwitzige Flucht in die virtuelle Welt
„Ich will nicht gefunden werden.” Ein Mann hat sich mit seinem Sohn in einem verlassenen Landhaus verschanzt. Jeden Abend setzt er sich mit reichlich Whisky und Koks vor ein Mikrofon und erzählt per Internet−Radio einem virtuellen Publikum, warum er auf der Flucht ist. DNA−Analysen beweisen das Unglaubliche: Lisa, eine Schwerkriminelle, begeht rätselhafte Verbrechen auf der ganzen Welt und ist nun in seine Wohnung eingebrochen. Er wird ihr nächstes Opfer sein...
LISA ist der Roman einer Zeit, in der das Internet der letzte verbliebene Ansprechpartner ist, in der Medien und Gewalt genauso miteinander verquickt sind wie Realität und Fiktion und in der sich der einzelne nur mit Selbstironie vor dem Wahnsinn retten kann.
„Glavinic geht es nicht um Moral. Ihm geht es um den Verlust aller Sicherheiten – und das, was danach kommt.”
Feilicitas von Lovenberg, FAZ
Thomas Glavinic, 1972 in Graz geboren, lebt in Wien. 1998 erschien sein Debüt Carl Haffners Liebe zum Unentschiedenen. Es folgten Herr Susi (2000), Der Kameramörder (2001) und Wie man leben soll (2004). Bei Hanser erschienen die Romane Die Arbeit der Nacht (2006), Das bin doch ich (2007) und Das Leben der Wünsche (2009). Zuletzt erhielt er den Literaturpreis 2010 des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. |